Ab ins Zwischenpraktikum

Zwischen Winter- und Sommersemester hat ein Student normalerweise Semesterferien. Nicht so die BERÖAner! Für sie heißt es, in diesen acht Wochen, Gemeindealltag miterleben. Denn jeder TSB-Student verbringt den Februar und März seines Schuljahres im sogenannten Zwischenpraktikum. Studenten der Abschlussklasse gehen zeitgleich in ihr sechsmonatiges Hauptpraktikum. Felix Ronsdorf, Silas Kettner und Lars Zukowski wurden gefragt, auf was sie sich freuen und was sie sich von diesen kommenden Wochen erwarten.

 

 

 

Felix, in welche Gemeinde wirst du gehen?

In die Elim Sternschanze in Hamburg.

Hast du dir die Gemeinde selbst ausgesucht, und wenn ja, warum?

Ja, die Gemeinde war meine Wunschgemeinde. Im Frühjahr 2017 durfte ich den Campuspastor der Elim Sternschanze kennenlernen. Seine Art, über Gemeinde zu denken und zu reden und andere dafür zu begeistern, hat mich sofort neugierig gemacht. Nach ein paar kurzen Gesprächen war klar, dass ich mein Praktikum dort verbringen würde.

Auf was freust du dich in den kommenden Wochen am meisten?

Ich glaube, am meisten freue ich mich darauf, den pastoralen Alltag dort kennenzulernen. Wie wird dort Kirche gebaut und organisiert, wie werden Menschen angeleitet und freigesetzt und wie geht die Gemeinde mit ihrem Umfeld um? Das sind alles Fragen, auf die ich mich freue, Antworten finden zu dürfen.

Gibt es etwas, was du dir besonders wünschst für diese Zeit?

Für diese Zeit würde ich mir wünschen, dass ich mir danach noch besser vorstellen kann, wie es sein wird, wenn ich mal Gemeinde bauen werde. Besonders die Alltagsgestaltung und auch die Prioritätensetzung eines Pastors sollen mir durch diese Zeit hindurch anschaulicher werden. Wenn das am Ende dabei rauskommt, dann wird mir das Praktikum allein deswegen schon eine große Bereicherung gewesen sein.

Felix Ronsdorf

 

Silas, in welche Gemeinde wirst du gehen?

In die Mosaik Church Stuttgart.

Hast du dir die Gemeinde selbst ausgesucht, und wenn ja, warum?

Ja, ich wollte unbedingt nach Stuttgart, da ich dort auch seit September letzten Jahres mein Begleitpraktikum mache und mich deshalb speziell in meine Gemeinde investieren möchte.

Auf was freust du dich in den kommenden Wochen am meisten?

Ende Februar werden wir mit einem zweiten Gottesdienst beginnen, was ja immer mit vielen Herausforderungen verbunden ist. Darauf freue ich mich eigentlich am meisten. Außerdem werde ich mich die kommenden Wochen speziell in unser Lobpreisteam investieren und insbesondere Zeit mit meinem Pastor verbringen, um von ihm zu lernen, gemeinsam die kommende Zeit zu planen und mich von ihm weiter prägen zu lassen.

Gibt es etwas, was du dir besonders wünschst für diese Zeit?

Ich würde mir besonders wünschen, dass meine Gemeinde in den kommenden Wochen weiter entscheidende Schritte nach vorne macht und ich durch mein Praktikum einen Teil dazu beitragen kann. Außerdem hoffe ich, weitere Einblicke in die Alltagsgestaltung eines Pastors zu erhalten. Ich glaube, dass ich von den nächsten Wochen noch lange profitieren werde und freue mich extrem auf diese Zeit.

Silas Kettner

 

Lars, in welche Gemeinde wirst du gehen?

In das Gospelhouse Nördlingen (Volksmission).

Hast du dir die Gemeinde selbst ausgesucht, und wenn ja, warum?

Ja, das habe ich. Der Hauptpastor, Stefan Striefler, war ein Sprecher auf einem unserer Glaubenstage. Was er uns erzählt hat über seinen Dienst und den Werdegang seiner Gemeinde, hat mich begeistert und ich wusste, von dieser Gemeinde möchte ich lernen.

Auf was freust du dich in den kommenden Wochen am meisten?

Ich freue mich darauf, zwei Monate Seite an Seite mit einem erfahrenen Pastorenteam zu arbeiten. Ich bekomme viel Verantwortung, habe aber auch viel Zeit, um zu beobachten und Fragen zu stellen. Ich bin gespannt, wie in Nördlingen Gemeinde gebaut wird und generell finde ich es einfach erfrischend, für zwei Monate im vollzeitlichen Dienst zu sein.

Gibt es etwas, was du dir besonders wünschst für diese Zeit?

Für die Zeit wünsche ich mir, mich persönlich als angehenden Pastor besser kennenzulernen und zu organisieren. Darüber hinaus freue ich mich, dass ich Verantwortung in der Verkündigung bekomme und mich auf diesem wichtigen Gebiet verbessern und ausprobieren darf.

Lars Zukowski

Glaubenstag mit Stefan Sos

Die Macht der Gegenwart Gottes – so könnte man den letzten Glaubenstag überschreiben. Als Sprecher durften wir Dr. Stefan Sos begrüßen, einen inspirierenden Mann Gottes, der einem weltweiten Dienst als Dozent und Evangelist nachgeht.

Seine Vorträge an diesem Tag waren einerseits geprägt von einer wirklich klaren und herausfordernden Botschaft an uns Studenten und andererseits von spektakulären Zeugnissen seines jahrzehntelangen Dienstes.
Und gerade diese vielen Erlebnisse haben Stefan bewegt, uns die Grundlage und das Fundament eines erfolgreichen und langen Dienstes im Reich Gottes weiterzugeben. In seinen Augen ist es besonders wichtig, sich der Gegenwart Gottes bewusst zu werden, sie in Ehrfurcht zu suchen und sich ihr ganz und gar hinzugeben. Durch Gehorsam, durch bewusste Absonderung und Auslieferung hinein in die Abhängigkeit von dieser Präsenz Gottes können wir unseren Dienst in Vollmacht verrichten.

Im zweiten Gottesdienst sprach Stefan über Gideon und seine Berufung. An diesem Beispiel machte er wunderbar klar, wie weit manchmal unsere Möglichkeiten und Vorstellungen und Gottes Möglichkeiten durch seinen Willen und seine Anwesenheit auseinanderliegen. Es war ermutigend zu hören, wie weit Gott uns in unserer Ohnmacht entgegenkommt.

Zum Abschluss gab es eine freisetzende und stärkende Segnungszeit und jeder konnte erfrischt und ermutigt werden. Wir sind Stefan sehr dankbar für seinen Dienst an uns und auch für seine Lehrtätigkeit bei uns am Seminar.

Felix Ronsdorf

Glaubenstag mit Siegfried Tomazsewski

Mit Siegfried Tomazsewski durften wir zum Glaubenstag im September einen Mann begrüßen, der ein außerordentlich großes Herz für die weltweite Verkündigung des Evangeliums hat. Über Jahrzehnte hat er deswegen auch gemeinsam mit Reinhard Bonnke internationale Evangelisationen gehalten und miterleben dürfen, wie tausende Menschen ihr Leben Jesus gaben.
Als Beröagemeinschaft durften wir in zwei ausführlichen Predigten aus seinem reichen Erfahrungsschatz viele verschiedene Geschichten hören - Zeugnisse, die Gottes übernatürliches Handeln in kleinen und großen Dingen wunderbar ausmalen.

Im ersten Teil des Glaubenstages hat Siegfried uns umfassend ermutigt. Er schmückte die wesentlichen Punkte seiner Predigt mit seinen eigenen Erfahrungen aus.
Sein Glaube, sein Mut und seine freudvolle Art haben uns angesteckt und begeistert.
Auch im zweiten Gottesdienst bezeugt er immer wieder die Kraft Jesu durch den Heiligen Geist. Durch die Führung Gottes durch die Höhen und Täler unseres Lebens wird das Wirken seines Geistes sichtbar – Glaube und Vertrauen ist der Schlüssel.
Im Anschluss an seine Predigt gab es noch eine Zeit des Gebetes und der Segnung, in welcher Gott prophetisch in die Leben vieler sprach.

Vertrauen auf die Kraft Gottes in unserem Dienst und unserem Leben ist keinem von uns eine Neuheit – jedoch kann man diese Botschaft nie oft genug hören um wieder ermutigt zu werden.
Wir sind Siegfried wirklich dankbar für seine bereichernden Botschaften und wünschen ihm für seinen Dienst in Nordafrika Gottes reichsten Segen und seine Kraft.

Felix Ronsdorf

Semesterbeginn

Ein einmaliger Tag im Studienjahr auf BERÖA ist der Tag des Einsegnungs- und Aussendungsgottesdienstes am Anfang des Schuljahres. An diesem besonderen Tag kommen fünf Jahrgangsstufen für einen Tag zusammen, die neue Grundstufe wird vorgestellt und eingesegnet und die abschließende Studienstufe wird unter Gottes Segen in den vollzeitigen Dienst verabschiedet.

Die Schulgemeinschaft durfte 13 junge Männer in den pastoralen Dienst (Vikariat) verabschieden, um Deutschland in Gottes Namen zu verändern, und im selben Zuge 24 neue Studenten in der Grundstufe auf BERÖA willkommen heißen. Jede einzelne Klasse wurde für ihre nächsten Etappen von der Schulgemeinde im Gebet gesegnet und für alles Kommende Gottes Führung und Weisheit anvertraut.

Die Predigten waren durch Gottes Führung klar mit einer thematischen Stoßrichtung versehen, denn in beiden Gottesdiensten wurde über die richtigen Entscheidungen im Leben gesprochen. Gute Entscheidungen spielen für die erfolgreichen Absolventen, die neuen Studenten und auch die bestehende Schulgemeinschaft eine zentrale Rolle in der Nachfolge Jesu und im Leben unserer Berufung.

Wir sind gespannt und vor allem dankbar für alles, was kommt, ob es das neue Studium ist oder der Beginn des Pastorenalltags, und befehlen Gott in diesem Sinne alles Kommende an.

Felix Ronsdorf

Missionsreise nach Polen und in die Slowakei

Am Freitag, dem 7. Juli, starteten wir, die Grundstufe des Theologischen Seminars Beröa, unsere Missionsreise nach Polen und in die Slowakei. Organisiert und finanziell unterstützt vom AVC (»Aktion für verfolgte Christen und Notleidende«), das uns auch Johannes Dappen als Leiter zur Seite stellte, lag die Reise in guten Händen.
Am ersten Tag besichtigten wir das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz und wurden von den vielen schockierenden Eindrücken aus der Zeit des Holocausts stark berührt. Eine Nacht verbrachten wir noch in Oświęcim, bevor wir am nächsten Morgen in Tarnów in einer von Pastor Dariusz Rochecki geleiteten Gemeinde den Sonntagsgottesdienst gestalten durften. Die folgenden drei Tage unternahmen wir drei Missionseinsätze, einmal in der polnischen Stadt Jasło und zweimal in der slowakischen Stadt Bardejov. Wir begannen jeden Tag nach dem Frühstück mit einer Andacht, Gebet und Lobpreis. In dieser Zeit wurden wir jedes Mal mit neuer Kraft und Leidenschaft erfüllt und konnten umso motivierter auf die Straße gehen.
Nach dem Mittagessen ging es dann los. Wir fuhren in eine Stadt, bauten einen kleinen Pavillon, zwei Lautsprecher und ein paar Mikrofone zu einer provisorischen Bühne auf und starteten unser zuvor geplantes Programm. Auf der Bühne wurden im Wechsel Lobpreislieder gespielt, persönliche Zeugnisse gegeben und berührende Theaterstücke aufgeführt, deren Botschaft anschließend erklärt wurde. Währenddessen schminkte das Kids-Team Kinder und verschenkte lustige Luftballonfiguren. In Bardejov feierten wir abends an einem anderen Platz noch einen Gottesdienst mit ähnlichem Ablauf und einer kurzen Predigt.
Am letzten Tag wurden wir total überwältigt. Wir fuhren in ein Roma-Dorf, um auch diesen von einem Großteil der Bevölkerung abgelehnten Menschen Gottes Liebe zu verkündigen. Die Umstände, unter denen diese Menschen in Osteuropa leben, waren schockierend. Aber umso freudiger und dankbarer waren die Kinder über unser Programm, die Luftballons und ganz besonders die Musik. Begeistert tanzten sie mit uns und ließen sich die Gesichter bemalen, sodass wir nie zur Ruhe kamen. Während ein ehemals krimineller slowakischer Rom sein Zeugnis erzählte, hörten alle aufmerksam und gespannt zu. An der Atmosphäre war deutlich spürbar, dass er direkt in die Herzen der Menschen sprach.
Insgesamt war unsere Missionsreise ein großer Erfolg. Wir sind dankbar, dass Gott uns in dieser Woche als seine Zeugen gebraucht hat, und gewiss, dass wir in die Leben vieler Menschen einen Samen ausgesät haben, der sicherlich auch weiterhin wachsen wird.

Jordan Langenbach

15 Studenten. Ein Wochenende. Dresden.

Mit dem Ziel in ihrer Berufung zu wachsen und gleichzeitig die Jesus-Gemeinde-Dresden für ein Wochenende missionarisch zu unterstützen, machte sich die Mittelstufe des Theologischen Seminars BERÖA am Freitag, den 05.Mai mit ihrem Klassenlehrer Dietmar Schwabe auf den Weg in die wunderschöne ostdeutsche Metropole Dresden.
Nach circa fünfstündiger Anfahrt kam die motivierte Truppe am Freitagnachmittag an und konnte am selben Tag direkt unterstützend in den Jugendabend einsteigen und dort nicht nur einen tollen Abend erleben, sondern auch mit Gebet und prophetischen Eindrücken dienen.
Der darauffolgende Samstag wurde dann ganz einem evangelistischen Straßeneinsatz in der sächsischen Nachbarstadt Pirna gewidmet und so der dortige Standort der Jesus-Gemeinde unterstützt. Mit einem bunten Straßenstand, einem schönen Programm von Kinderschminken und Perlenketten-Basteln bis zu dem Angebot einer Hüpfburg für Kinder und Gesprächen für Erwachsene konnten gute Brücken zu der Pirnaer Bevölkerung gebaut werden und interessante, inspirierende Gespräche geführt werden. Die dabei verteilten Einladungen zu den Standort-Gottesdiensten wurden offen aufgenommen und so kann nun gebetet werden, dass diese auch angenommen werden.
Nachdem der erfolgreiche Samstag mit einem entspannten Abend ausgeklungen war, durften die Studenten am Sonntagmorgen mit neuem Schwung einen Kindergottesdienst der Dresdner Gemeinde gestalten und dabei mit wilder Action und viel Spaß über die Freundschaft mit Gott reden.
Nach 2 Tagen voll verschiedener Einsätze in Jugendarbeit, Standortarbeit und Kinderdienst machte sich die Erzhausener Gruppe am Sonntagnachmittag müde, aber glücklich wieder auf den Heimweg und schaut nun auf ein erlebnisreiches und gutes Wochenende zurück.
Wieder einmal wurde der Slogan des Theologischen Seminars Beröa - "live the mission" - praktisch und den Studenten eine geniale Möglichkeit geboten, die sie dienen und wachsen ließ.

David Koontz