Am Freitag, dem 7. Juli, starteten wir, die Grundstufe des Theologischen Seminars Beröa, unsere Missionsreise nach Polen und in die Slowakei. Organisiert und finanziell unterstützt vom AVC (»Aktion für verfolgte Christen und Notleidende«), das uns auch Johannes Dappen als Leiter zur Seite stellte, lag die Reise in guten Händen.
Am ersten Tag besichtigten wir das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz und wurden von den vielen schockierenden Eindrücken aus der Zeit des Holocausts stark berührt. Eine Nacht verbrachten wir noch in Oświęcim, bevor wir am nächsten Morgen in Tarnów in einer von Pastor Dariusz Rochecki geleiteten Gemeinde den Sonntagsgottesdienst gestalten durften. Die folgenden drei Tage unternahmen wir drei Missionseinsätze, einmal in der polnischen Stadt Jasło und zweimal in der slowakischen Stadt Bardejov. Wir begannen jeden Tag nach dem Frühstück mit einer Andacht, Gebet und Lobpreis. In dieser Zeit wurden wir jedes Mal mit neuer Kraft und Leidenschaft erfüllt und konnten umso motivierter auf die Straße gehen.
Nach dem Mittagessen ging es dann los. Wir fuhren in eine Stadt, bauten einen kleinen Pavillon, zwei Lautsprecher und ein paar Mikrofone zu einer provisorischen Bühne auf und starteten unser zuvor geplantes Programm. Auf der Bühne wurden im Wechsel Lobpreislieder gespielt, persönliche Zeugnisse gegeben und berührende Theaterstücke aufgeführt, deren Botschaft anschließend erklärt wurde. Währenddessen schminkte das Kids-Team Kinder und verschenkte lustige Luftballonfiguren. In Bardejov feierten wir abends an einem anderen Platz noch einen Gottesdienst mit ähnlichem Ablauf und einer kurzen Predigt.
Am letzten Tag wurden wir total überwältigt. Wir fuhren in ein Roma-Dorf, um auch diesen von einem Großteil der Bevölkerung abgelehnten Menschen Gottes Liebe zu verkündigen. Die Umstände, unter denen diese Menschen in Osteuropa leben, waren schockierend. Aber umso freudiger und dankbarer waren die Kinder über unser Programm, die Luftballons und ganz besonders die Musik. Begeistert tanzten sie mit uns und ließen sich die Gesichter bemalen, sodass wir nie zur Ruhe kamen. Während ein ehemals krimineller slowakischer Rom sein Zeugnis erzählte, hörten alle aufmerksam und gespannt zu. An der Atmosphäre war deutlich spürbar, dass er direkt in die Herzen der Menschen sprach.
Insgesamt war unsere Missionsreise ein großer Erfolg. Wir sind dankbar, dass Gott uns in dieser Woche als seine Zeugen gebraucht hat, und gewiss, dass wir in die Leben vieler Menschen einen Samen ausgesät haben, der sicherlich auch weiterhin wachsen wird.

Jordan Langenbach